
Warum wir die Heizgeräte in den Badezimmern quälen – damit Sie es nicht tun müssen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind ein Albtraum für elektronische Geräte. Aufgrund des dichten Dampfes, der versehentlichen Spritzer sowie der starken Temperaturschwankungen von eiskalt bis „Sauna“ innerhalb von fünf Minuten ist es dort eine extrem schwierige Umgebung für Heizgeräte.
Wenn man auf den Spezifikationsblättern „IP65“ liest, denkt man vielleicht: „Großartig, das Gerät ist wasserdicht.“ Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Schutz vor einzelnen Wasserstrahlen und dem Schutz vor unsichtbarem Dampf über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Die Gefahr des Dampfes
Stellen Sie sich Folgendes vor: Wenn das Heizgerät ausgeschaltet wird und abkühlt, zieht sich die Luft im Inneren des Gehäuses zusammen. Dadurch entsteht ein kleiner Vakuumraum, der feuchte Luft durch jede noch so kleine Öffnung in den Dichtungen hereinzieht. Sobald diese Feuchtigkeit in das Innere des Geräts gelangt, beginnt sie, das Metall anzuziehen. Es kommt zur Oxidation – die Teile rosten.
Um das zu verhindern, verlassen wir uns nicht nur auf die technischen Zeichnungen. Wir unterziehen die Heizgeräte „Feuchtigkeitstests“. Im Grunde genommen werden sie in einem heißen, feuchten Raum für Hunderte von Stunden belassen, damit sie in wenigen Tagen so viel „Alterung“ erleben wie in Jahren. Wir suchen nach Anzeichen von Korrosion an den Kontakten oder anderen Anzeichen dafür, dass die Isolierung versagt.
Falls eine Dichtung schwach ist, funktioniert das Gerät nicht mehr – oder der Schalter schaltet ab. Das wollen wir natürlich vermeiden – schließlich soll das Gerät in Ihrem Kundenhaushalt funktionieren, nicht an der Decke.
Die richtige Balance finden
Es handelt sich dabei um ein Ausbalancierungsproblem. Wir verwenden hochwertige Quarzrohre und feste Dichtungen, um den Dampf draußen zu halten. Doch wenn die Dichtungen zu fest sind, kann die Wärme nicht entweichen. Dadurch können die Kondensatoren beschädigt werden, und das Gerät funktioniert nicht mehr.
Deshalb verbringen wir viel Zeit damit, die Lüftungsöffnungen zu optimieren. Wir möchten, dass das Gerät „atmen“ kann – aber gleichzeitig darf kein Dampf hineinkommen.
Nach Abschluss des Alterungsprozesses prüfen wir auf elektrische Lecks. Falls der Widerstand auch nur leicht angegeben hat, werfen wir das Design weg und fangen von vorne an.
Es ist viel Arbeit – aber dadurch ist sichergestellt, dass das Heizgerät im Winter, wenn das Badezimmer voller Dampf ist, weiterhin funktioniert. Keine Überraschungen, keine Ausfälle nach sechs Monaten – nur zuverlässige Heizleistung.