
Wie man Infrarotheizer so einsetzt, dass sie wirklich mit dem Smart Home zusammenarbeiten
Wenn Sie einen großen Eingangsbereich oder eine Art Industrieloft haben, bei dem die Decken endlos hoch zu sein scheinen, kennen Sie das Problem: Man stellt die Heizung auf maximale Leistung – doch die Wärme steigt einfach nach oben. Man friert auf der Couch, während die Decke eigentlich eher tropisch warm ist. Das ist eine Verschwendung von Geld und äußerst lästig.
Dabei kommt Infrarot ins Spiel. Anstatt die ganze Luft im Raum zu erwärmen, strahlen die Infrarotwellen direkt zu Ihnen und Ihren Möbeln. Es ist, als stünde man an einem sonnigen Ort an einem kalten Tag.
Das System „intelligent“ machen
Das Ziel ist es, bereits beim Betreten des Hauses das Gefühl eines „instantanen Frühlings“ zu erleben. Dazu verbinden wir die Heizgeräte mit einem Smart-Controller – mittels Technologien wie Zigbee oder Matter. Die Stromversorgung der Heizgeräte wird an einen Hub angeschlossen. Wenn Ihr Smartphone per GPS meldet, dass Sie in die Auffahrt einfahren, startet automatisch die „Willkommen-Zuhause“-Funktion.
Das Beste daran: Es muss nicht gewartet werden. Man muss nicht einen ganzen Tag warten, bis die Heizung anspringt oder der Boden warm wird. Man drückt einfach den Schalter – und spürt die Wärme sofort.
Technische Details
Man kann diese Geräte nicht einfach in irgendeinen Steckdosenanschluss anschließen. Da wir hocheffiziente keramische oder Quarzelemente verwenden, um die Wärme von der Decke bis zum Boden zu leiten, benötigen diese Geräte viel Energie. Wenn man versucht, ein 3kW- oder 5kW-Heizgerät über einen normalen 15A-Stromkreis zu betreiben, geht der Schutzschalter aus. Ich empfehle immer, für jeden Bereich eigene 20A-Stromkreise zu verwenden. Das bedeutet zwar etwas mehr Verkabelung, aber es verhindert, dass das Haus mitten im Januar kalt bleibt.
Da wir intelligente Technologie verwenden, müssen wir uns nicht mit einem einfachen „An/Aus“-Schalter zufriedengeben. Wir können PID-Steuerung nutzen – das bedeutet, dass das System die Leistung entsprechend den Sensordaten anpasst.
Eines sollte man beachten: Infrarotstrahlen benötigen freie Sichtlinien. Wenn man einen riesigen Kleiderschrank oder eine hohe Pflanze direkt unter dem Heizgerät platziert, bleibt dieser Bereich weiterhin kalt. Man muss also die Anordnung der Geräte so planen, dass sie dort platziert werden, wo man tatsächlich Zeit verbringt – und nicht nur dort, wo die Decke am saubersten aussieht.
Ein natürliches Erlebnis schaffen
Das Geheimnis für ein wirklich „intelligentes“ System liegt darin, wo man die Sensoren platziert. Die meisten Menschen machen den Fehler, die Temperatursensoren weit oben anzubringen. Doch Wärme steigt nach oben. Wenn der Sensor nahe der Decke ist, glaubt er, der Raum sei bereits warm – und schaltet die Heizung ab, während die Füße immer noch kalt sind. Wir platzieren die Sensoren daher auf Bodenhöhe. So bleibt die Heizung aktiv, bis der Bereich, in dem man sich aufhält, die richtige Temperatur hat. Es funktioniert einfach.